<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>schmirblog</title>
	<atom:link href="http://schmirblog.info/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://schmirblog.info</link>
	<description>Der Schmierblock von Jan Schmirmund</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Jul 2009 09:11:15 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.3</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Umzug</title>
		<link>http://schmirblog.info/?p=388</link>
		<comments>http://schmirblog.info/?p=388#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 09:11:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://schmirblog.info/?p=388</guid>
		<description><![CDATA[Ab sofort wird dieser Blog in einen vorÃ¼bergehenden DornrÃ¶schenschlaf versetzt. Meine BeitrÃ¤ge zum Thema Wissenschaftskommunikation werden bis auf Weiteres auf dem Gruppenblog unseres Forschungsverbundes bei den Scilogs erscheinen: http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/interactive-science/
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab sofort wird dieser Blog in einen vorÃ¼bergehenden DornrÃ¶schenschlaf versetzt. Meine BeitrÃ¤ge zum Thema Wissenschaftskommunikation werden bis auf Weiteres auf dem Gruppenblog unseres Forschungsverbundes bei den Scilogs erscheinen: <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/interactive-science/" target="_blank">http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/interactive-science/</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://schmirblog.info/?feed=rss2&amp;p=388</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wissenschaftskommunikation: Black Box mit GucklÃ¶chern</title>
		<link>http://schmirblog.info/?p=357</link>
		<comments>http://schmirblog.info/?p=357#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 May 2009 09:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://schmirblog.info/?p=357</guid>
		<description><![CDATA[Wissenschaft findet zunehmend in der Ã–ffentlichkeit statt. Im vorhergehenden Artikel habe ich versucht, deutlich zu machen wie durch die Verwendung von Blogs und anderen Web 2.0 Anwendungen die Grenzen von interner Wissenschaftskommunikation und Wissenschaftsjournalismus aufgebrochen werden.
In diesem Kontext sind nun zwei HauptphÃ¤nomene erkennbar. Zum einen findet Wissenschaftskommunikation immer mehr im Ã¶ffentlichen Raum statt und zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaft findet zunehmend in der Ã–ffentlichkeit statt. Im <a href="http://schmirblog.info/?p=248">vorhergehenden Artikel</a> habe ich versucht, deutlich zu machen wie durch die Verwendung von Blogs und anderen Web 2.0 Anwendungen die Grenzen von interner Wissenschaftskommunikation und Wissenschaftsjournalismus aufgebrochen werden.<br />
In diesem Kontext sind nun zwei HauptphÃ¤nomene erkennbar. Zum einen findet Wissenschaftskommunikation immer mehr im Ã¶ffentlichen Raum statt und zum anderen tritt dass Individuum immer stÃ¤rker aus dem Schatten der Institutionen hervor. Nachfolgend will ich versuchen, das Ganze mal anhand eines Bildes zu verdeutlichen.<br />
<span id="more-357"></span></p>
<p><center><strong>Schwarze Kisten</strong></center></p>
<p>FÃ¼r die Ã–ffentlichkeit stellen sowohl der Wissenschaftsbetrieb als auch das System des (Wissenschafts)journalismus eine BlackBox dar. Auch der wissenschaftliche Output ist in der Regel fÃ¼r den NormalbÃ¼rger weder verstÃ¤ndlich noch zugÃ¤nglich (natÃ¼rlich kann jeder in Ã¶ffentliche Bibliotheken gehen und sich Ã¼ber die neuesten Entwicklungen in der Wissenschaft informieren, praktisch benÃ¶tigt man dafÃ¼r aber schon grundlegende Fachkenntnis und am besten auch ein Studium in welchem man die Benutzung von Bibliothekskatalogen erlernt hat).  </p>
<p>Der Output des Wissenschaftssystems bedarf daher der Bearbeitung durch den Wissenschaftsjournalismus, welcher das &#8220;gemeine Volk&#8221; Ã¼ber die wichtigen Ergebnisse aus der Forschung in verstÃ¤ndlicher Sprache informiert. Nur so kann die Ã–ffentlichkeit wissenschaftliche Erkenntnisse in ihre Diskurse miteinbeziehen.<br />
Man stelle sich nun die BlackBoxes Wissenschaftsbetrieb und Wissenschaftsjournalismus einmal bildlich als riesige schwarze Kisten vor in deren Innern Menschen leben, die mit Hilfe von komplizierten Maschinen und unbekannten Werkzeugen aus Input Output produzieren. </p>
<p>Aus der Wissenschaftsbox fÃ¤llt in kurzen AbstÃ¤nden aus einer entfernten Ecke bedrucktes Papier heraus, um kurz danach an einer anderen Stelle wieder in der selben Box zu verschwinden um dort erneut bearbeitet und verÃ¤ndert zu werden.<br />
Aus der Journalismusbox kommen in einem steten Strom deren Bewohner zur Output-Klappe der Wissenschaftsbox herÃ¼bergelaufen und begutachten die sich dort sammelnden Drucksachen. Die Journalisten machen sich von dem einen oder anderen Paper eine Kopie und verschwinden dann wieder in ihrer Box um sie in eigenen Output zu transformieren. Dieser verlÃ¤sst in Form populÃ¤rwissenschaftlicher Artikel die Box an einer fÃ¼r die Ã–ffentlichkeit gut sichtbaren Stelle.<br />
Immer wieder kommt auch jemand &#8211; mit Papier wedelnd &#8211; aus der Wissenschaftsbox herausgerannt und lÃ¤uft  zur Journalismusbox herÃ¼ber und wirft sie in den scheinbar extra dafÃ¼r vorgesehen Einwurfschlitz.</p>
<p><center><strong>GucklÃ¶cher</strong></center></p>
<p>â€¨Was genau in den Kisten passiert, wer dort wie mit wen was tut, ist fÃ¼r AuÃŸenstehende nicht ersichtlich. In letzter Zeit tauchen jedoch vermehrt kleine und groÃŸe â€žGucklÃ¶cherâ€œ in den WÃ¤nden der Box auf. Die LÃ¶cher werden von den Menschen gemacht die im Inneren der Boxen leben. Ihre Werkzeuge heiÃŸen Blogs, Twitter oder Friendfeed.<br />
Die Fenster geben dabei den Blick in beide Richtungen frei. </p>
<p>So kann erstens die Ã–ffentlichkeit so aus ganz speziellen Blickwinkeln Ausschnitte von dem erfassen, was genau sich in den Kisten abspielt. Bisher musste sie sich mit dem offiziellen Output begnÃ¼gen, welcher Ã¼ber geregelte KanÃ¤le verÃ¶ffentlicht wird. Die Kiste â€œWissenschaftâ€ legt ihre Produkte jedoch so versteckt ab (in kaum zugÃ¤nglichen Fachzeitschriften und in Form von kryptischen Abhandlungen die oft nur fÃ¼r Fachkollegen verstÃ¤ndlich sind), dass es dem Wissenschaftsjournalismus bedarf, diese Ergebnisse zu sichten und zu bewerten um dann der Ã–ffentlichkeit in verstÃ¤ndlichen Worten die Quintessenz nÃ¤her zu bringen. Mittels der â€žGucklÃ¶cherâ€œ, also z.B. Blogs, lassen sich nun die GedankengÃ¤nge der Forscher mitverfolgen â€“ die Teilhabe der Ã–ffentlichkeit an den sich in der Box vollziehenden Prozessen, wird dadurch ermÃ¶glicht.<br />
Ã„hnliches gilt auch fÃ¼r die Fenster in der Box Wissenschaftsjournalismus. </p>
<p>AuÃŸerdem kann man erkennen, wer die Menschen sind, die da in den Kisten leben und man versteht besser, was sie warum mit wem tun. Man kann als Ã–ffentlichkeit besser nachvollziehen wie die kryptischen Zettel entstehen, die am Ausgang herauspurzeln und gleich wieder eingesaugt werden um als Rohstoff fÃ¼r neue Zettel zu dienen.</p>
<p>Aber auch den Bewohnern der Box wird durch die Fenster ein Blick nach drauÃŸen ermÃ¶glicht. Feedback in Form von Kommentaren zeigen dem Wissenschaftler bzw. dem Wissenschaftsjournalisten was die Ã–ffentlichkeit von ihrer Arbeit hÃ¤lt, was sie nicht verstanden hat, oder wo offene Fragen liegen. Man kann dieses Bild noch weiter zeichnen uns sich vorstellen, dass die Boxen sehr sehr groÃŸ sind und die Beleuchtung im Inneren eher diffus ist, sodass man Schwierigkeiten hat weiter als ein paar Meter zu schauen. So bekommt man oft nicht mit, was die anderen Bewohner tun. Die GucklÃ¶cher lassen nun Licht ins Innere, sodass die beleuchteten Stellen auch intern besser sichtbar sind. Oft merken Kollegen erst so, dass man am gleichen Thema arbeitet und kommen dann gemeinsam schneller voran.</p>
<p>Man stelle sich die Boxen aber nun nicht so vor, dass sie irgendwann aufgrund der vielen LÃ¶cher in sich zusammenbrechen, denn das GrundgerÃ¼st der Kisten ist massiv und hÃ¤lt die &#8220;Kiste&#8221; auch dann noch in sich zusammen, wenn sie wie ein Sieb durchlÃ¶chert ist. Es wird also weiterhin einen offiziellen Output geben, (der weiterhin) auch als neuer Input und Treibstoff fÃ¼r die Systeme selbst dient. Allerdings wird durch das neue Licht, welches in die Boxen fÃ¤llt klar, dass einige der Maschinen ganz schÃ¶n eingerostet sind und mal grÃ¼ndlich gereinigt oder sogar gegen verbesserte Modelle ausgetauscht werden mÃ¼ssen. Ein Hersteller einer solchen neuen Maschine heiÃŸt z.B. Open Access.</p>
<p>Was ich mit diesem Bild sagen will sind drei Dinge:</p>
<p>â€¨Erstens: Es ist unzweifelhaft so, dass Wissenschaftler in Blogs Ã¼ber ihre Arbeit berichten und sich Ã¶ffentlich mit Kollegen austauschen und es gibt Journalisten (oder solche die sich dafÃ¼r halten), die an den vorgegebenen Wegen ihres Systems â€žvorbei publizierenâ€œ. Sprich: die LÃ¶cher existieren!</p>
<p>Zweitens: Wissenschaftsblogs und Forscher die ihre Ergebnisse und Zwischenergebnisse via Social Media verbreiten und mit ihrer Hilfe erzeugen (wie es z.B. Jean-Claude Bradley in <a href="http://media.irt.drexel.edu/MediaSite/Viewer/?peid=41b8cf7d81e54afda11c4153f60ed2e4" target="_blank">diesem Video</a> anschaulich darstellt.) tragen dazu bei, dass ihre Ã¶ffentlich finanzierte Forschung auch Ã¶ffentlich zugÃ¤nglich ist. DarÃ¼ber hinaus wird es auch Fachkollegen vereinfacht, auf die Ergebnisse anderer zurÃ¼ckzugreifen, da sie leicht zu finden und frei zugÃ¤nglich sind.</p>
<p>Drittens: Das ist gut so, weil so Wissenschaft effizienter, transparenter und demokratischer werden kann.</p>
<p><a href="http://sozlog.wordpress.com/2009/05/03/internetoeffentliche-netzwerkwissenschaft/" target="_blank">Zum Thema des &#8220;internetÃ¶ffentlichen Wissenschaftlers&#8221; hat kÃ¼rzlich Tina Guenther elf lesenswerte Forderungen aufgestellt</a><br />
und<br />
<a href="http://www.blogpiloten.de/2009/05/04/interview-wissenschaft-muss-offentlicher-werden/" target=_blank>Christian Spannagel spricht bei den Blogpiloten Ã¼ber Wege auch die Lehre Ã¶ffentlicher zu gestalten</a>.  </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://schmirblog.info/?feed=rss2&amp;p=357</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wissenschaftskommunikation: Intern, extern und dazwischen</title>
		<link>http://schmirblog.info/?p=248</link>
		<comments>http://schmirblog.info/?p=248#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 09:35:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://schmirblog.info/?p=248</guid>
		<description><![CDATA[Vom 20. bis 21. April 2009 fand am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen (KWI) ein Workshop des Teilprojekt I des Forschungsverbundes Interactive Science statt. Thema des Workshops war der Grenzbereich zwischen interner und externer Wissenschaftskommunikation welcher durch Social Media konstituiert wird. Insbesondere Wissenschaftsblogs waren Gegenstand der Diskussion. Teilenehmer des Workshops waren: Dr. Christoph Bieber, Dr. Tina [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 20. bis 21. April 2009 fand am <a href="http://www.kwi-nrw.de/home/index.html" target="_blank">Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen (KWI)</a> ein Workshop <a href="http://www.wissenschaftskommunikation.info/wordpress/2008/09/teilprojekt-i-kollaboratives-wissensmanagement-und-demokratisierung-von-wissenschaft/" target="_blank">des Teilprojekt I des Forschungsverbundes Interactive Science</a> statt. Thema des Workshops war der Grenzbereich zwischen interner und externer Wissenschaftskommunikation welcher durch Social Media konstituiert wird. Insbesondere Wissenschaftsblogs waren Gegenstand der Diskussion. Teilenehmer des Workshops waren: <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/" target="_blank">Dr. Christoph Bieber</a>, <a href="http://sozlog.wordpress.com/">Dr. Tina Guenther</a>, <a href="http://www.zmi.uni-giessen.de/home/profil-jklawitter.html" target="_blank">Jana Klawitter</a>, <a href="http://blog.metaroll.de/">Dr. Benedikt KÃ¶hler</a>, <a href="http://koenigblog.wissenschaftskommunikation.info/" target="_blank">RenÃ© KÃ¶nig</a>, <a href="http://www.zmi.uni-giessen.de/home/profil-alangenhorst.html">Anita Langenhorst</a>, <a href="http://www.leggewie.de/" target="_blank">Prof. Claus Leggewie</a>, <a href="http://www.mpifg.de/people/gm/index_de.asp" target="_blank">Dr. Guido MÃ¶llering</a>, <a href="http://fabianpingel.de/blog/" target="_blank">Fabian Pingel</a>, <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/">Marc Scheloske</a>, und ich. </p>
<p>Eine schÃ¶ne Zusammenfassung findet sich bereits im <a href="http://sozlog.wordpress.com/2009/04/22/workshop-kwi-essen/">Blog von Tina Guenther</a>. </p>
<p>FÃ¼r die einfÃ¼hrende Session hatte ich kurz meinen Entwurf fÃ¼r eine schematische Darstellung von Wissenschaftskommunikation vorgestellt. Im Beitrag &#8220;<a href="http://schmirblog.info/?p=91">Interne Wissenschaftskommunikation &#8211; Eine Mindmap</a>&#8221; in diesem Blog habe ich diese grundlegende Idee bereits vor LÃ¤ngerem  grob skizziert. Nachfolgend stelle ich nun eine Ã¼berarbeitete Fassung dieses Gedankens zur Diskussion:<span id="more-248"></span></p>
<p><center><strong>Drei Ebenen</strong></center></p>
<p>Formate wissenschaftlicher Kommunikation mÃ¼ssen grundsÃ¤tzlich in drei Ebenen unterschieden werden. Die Medienebene, die Inhaltsebene und die kommunikative Ebene. Auf der Medienebene stehen im Kontext von Formen der Kommunikation und Vernetzung eher technische Aspekte im Vordergrund. So ï¬nden Antworten auf gedruckte BeitrÃ¤ge auch tendenziell ebenfalls in Form von Printpublikationen statt, wÃ¤hrend Blogartikel in der Regel direkt und in â€žrÃ¤umlicher NÃ¤heâ€œ zum Ursprungsartikel positioniert werden<sup class='footnote'><a href='#fn-248-1' id='fnref-248-1'>1</a></sup> Die Inhaltsebene umfasst den fachlichen Content. Die kommunikative Ebene beinhaltet die impliziten oder expliziten kommunikativen Aspekte des Kommunikationsvorganges. Hierzu zÃ¤hlen Aspekte personaler Vertrauenserzeugung sowie weitere kommunikative Techniken zur Herstellung eines Ã¼bergeordneten Kontextes (z.B. Wissenschaft) oder zur BestÃ¤tigung von Erwartungsstrukturen. </p>
<p>Die dritte Ebene eignet sich deswegen fÃ¼r eine analytische Darstellung im Sinne einer Typisierung von Formen der Wissenschaftskommunikation. Auf dieser Ebene sind die Merkmale verortet, welche wissenschaftliche KommunikationsbeitrÃ¤ge von anderen abgrenzen. Hierzu zÃ¤hlen die angesprochene Zielgruppe, Autoren oder wissenschaftliche Relevanz.</p>
<p>KrÃ¤mer (1) zÃ¤hlt weitere strukturelle Kennzeichen wissenschaftlicher Kommunikation auf. Demnach â€ž<em>zeichnet sich Wissenschaftssprache unter anderem durch Passivkonstruktionen, Denegativierung, lange verschachtelte SÃ¤tze, AttributhÃ¤ufungen, Substantivierung, hypotaktische Konstruktionen, Terminologisierungen, besondere Kompositabildungen aus.</em>â€œ ((2): 93) KrÃ¤mer erkennt jedoch mit Blick auf die unterschiedliche Verwendung gleicher WÃ¶rter in der Alltags- bzw. Wissenschaftssprache die Notwendigkeit fÃ¼r den HÃ¶rer (oder Leser) den â€žWirklichkeitsakzent der Ã„uÃŸerungâ€œ ((2): 95) zu erkennen, was u.a. bedeutet, dass â€ž<em>neben inhaltlichen auch rhetorische Kriterien fÃ¼r die PrÃ¤sentation eines wissenschaftlichen Textes relevant [sind]</em>.â€œ ((2): 93) KrÃ¤mer bezieht seine Untersuchung jedoch primÃ¤r auf kommunikative BeitrÃ¤ge, die im Kontext des vorliegenden Beitrags in den Bereich formalisierter interner Wissenschaftskommunikation (s.u.) einzuordnen sind. Es bleibt daher zunÃ¤chst offen, ob und inwieweit diese Merkmale auch in wissenschaftlichen Blogs relevant sind oder ob dort nicht andere und/oder zusÃ¤tzliche Techniken zur Konstruktion von GlaubwÃ¼rdigkeit Anwendung ï¬nden.  Eine Analyse wissenschaftlicher Kommunikationsformate wird zweifellos nicht ohne eine BerÃ¼cksichtigung aller Ebenen auskommen, trotzdem soll sich hier zunÃ¤chst auf die kommunikative Ebene konzentriert werden, denn Wissenschafkommunikation ï¬ndet in ganz unterschiedlichen Medien und Formaten statt und kann doch weitgehend unabhÃ¤ngig vom konkreten Medientyp und tatsÃ¤chlichen Inhalt in analytisch getrennte Bereiche aufgeschlÃ¼sselt<br />
werden. </p>
<p><center><strong>Drei Hauptkategorien</strong></center></p>
<p>Formate wissenschaftlicher Kommunikation lassen sich auf der <del datetime="2009-05-05T15:52:47+00:00">Inhaltsebene</del> (Korrektur vom 05.04.09, danke an Janine Hirsch) kommunikativen Ebene zunÃ¤chst analytisch in drei Hauptkategorien einordnen: Die erste dieser Kategorien stellt die der <strong>Zielgruppe</strong> dar. Zu unterscheiden sind hier Formate, die als Adressat die wissenschaftliche Gemeinschaft haben (Scholary Communication) und solche die an die nicht wissenschaftliche Ã–ffentlichkeit gerichtet werden (Science Communication). Das zweite Unterscheidungsmerkmal ist die Frage des <strong>Formalisierungsgrades der Kommunikation</strong> und die damit verbundene institutionalisierte Form der QualitÃ¤tssicherung. Drittes Kriterium ist das der <strong>faktischen MÃ¶glichkeit der Teilnahme</strong> an der Kommunikation: So gibt es Formate in denen die wissenschaftliche Gemeinschaft unter sich bleibt und andere in denen auch AuÃŸenstehende an der Kommunikation beteiligt werden oder zumindest die MÃ¶glichkeit dazu haben.</p>
<p><center><strong>Zielgruppe</strong></center></p>
<p>Hagenhoff et. al. (2) entwickeln eine Typisierung von Wissenschaftskommunikation in dem sie zunÃ¤chst wissenschaftliche Kommunikation anhand der Zielgruppe, an die sich die BeitrÃ¤ge richtet, unterscheiden. Interne Wissenschaftskommunikation hat hier andere Wissenschaftler als Zielgruppe<sup class='footnote'><a href='#fn-248-2' id='fnref-248-2'>2</a></sup> , wÃ¤hrend die externe Wissenschaftskommunikation auf die Gesellschaft als Rezipientengruppe ausgerichtet ist. Im Unterschied zur internen Wissenschaftskommunikation, bei der stets Mitglieder der Scientiï¬c Community als Absender der Botschaften fungieren, ist dies in einer nach auÃŸen gerichteten externen Wissenschaftskommunikation nicht der Fall. Klassischerweise werden wissenschaftliche Inhalte der Gesellschaft durch den Wissenschaftsjournalismus vermittelt, welcher eine Beobachterfunktion hinsichtlich des wissenschaftlichen Systems einnimmt. </p>
<p><center><br />
<div id="attachment_244" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://schmirblog.info/wp-content/uploads/2009/04/bild_internexternwisskomm.jpg" target="_blank"><img src="http://schmirblog.info/wp-content/uploads/2009/04/bild_internextern_klein-300x99.jpg" alt="Wissenschaftskommunikation nach Zielgruppen" title="bild_internextern_klein" width="300" height="99" class="size-medium wp-image-244" /></a><p class="wp-caption-text">Wissenschaftskommunikation nach Zielgruppen</p></div><br />
</center></p>
<p>Zunehmend ist zu beobachten, dass (z.B. durch Nutzung von Weblogs) direkt aus der Scientiï¬c Community Botschaften an die Ã–ffentlichkeit gesendet werden. Seit dem Aufkommen von Blogs und der ansteigenden Nutzung derselben durch Wissenschaftler wird journalistische Vermittlerfunktion zunehmend unterlaufen und die Grenze zwischen Science Communication und Scholary Communiaction wird immer undeutlicher bzw. verwischt an dieser Stelle gÃ¤nzlich. Hagenhoff et. al. unterteilen interne Wissenschaftskommunikation weiter in formale und informale (interne) Wissenschaftskommunikation<sup class='footnote'><a href='#fn-248-3' id='fnref-248-3'>3</a></sup> und fÃ¼hren dann anhand von erarbeiteten Unterscheidungskriterien eine Typisierung von Formaten interner Wissenschaftskommunikation ein.</p>
<p><center><strong>Formalisierung</strong></center></p>
<p>Im vorliegenden Beitrag soll ebenfalls eine Typisierung von Wissenschaftskommunikation versucht werden, welche einige Kriterien von Hagenhoff Ã¼bernimmt, diese jedoch in einem erweiterten Kontext anwendet. ZunÃ¤chst soll hier das Formalisierungskriterium in folgender Weise verstanden werden: Als formal sollen hier Kommunikationsformen angesehen werden, in denen der Kommunikationsprozess stark institutionalisiert und damit von umfangreichen Formalisierungen im Sinne von Regeln hinsichtlich festgelegter KommunikationskanÃ¤le, formeller AnsprÃ¼che an die Ausgestaltung der BeitrÃ¤ge sowie deren VerÃ¶ffentlichung bestimmt ist.</p>
<p>Aufgabe des wissenschaftlichen Teilsystems ist es zweifellos, neues Wissen und Erkenntnis zu schaffen. Wahrheit (im Sinne nachvollziehbarer Aussagen Ã¼ber die FaktizitÃ¤t der Welt) ist damit der zentrale Anspruch wissenschaftlicher Aussagen. Es liegt also nahe, dass eine Formalisierung der Kommunikation der Sicherstellung dieses Anspruchs dienen sollte. </p>
<p>Da es prinzipiell unmÃ¶glich ist, den objektiven Wahrheitsgehalt (also die Ãœbereinstimmung der Aussagen mit dem was der Fall ist) eines Beitrages zu bestimmen<sup class='footnote'><a href='#fn-248-4' id='fnref-248-4'>4</a></sup> , hat man sich auf ein Begutachtungsverfahren geeinigt, in welchem fachlich versierte Wissenschaftler die Arbeiten ihrer Kollegen vor der VerÃ¶ffentlichung begutachten (Peer-Review). Das Peer-Review-Verfahren soll an dieser Stelle nicht weiter kritisch hinterfragt werden (obwohl dies durchaus und mit Recht getan wird<sup class='footnote'><a href='#fn-248-5' id='fnref-248-5'>5</a></sup> ), da es im Kontext diese Beitrages nicht darauf ankommt, ob durch Peer-Review tatsÃ¤chlich wissenschaftliche QualitÃ¤t in ausreichendem MaÃŸe sichergestellt werden kann. Vielmehr geht es hier darum, dass Peer-Review (und andere Begutachtungsverfahren (wie z.B: Vortragseinladungen Ã¼ber CfP)) eine starke Formalisierung der  und fÃ¼hren dann anhand von erarbeiteten Unterscheidungskriterien eine Typisierung von Formaten interner Wissenschaftskommunikation ein. Daher soll hier der Grad des Begutachtungsprozesses (im weiteren Sinne) als Kriterium fÃ¼r Formalisierung herhalten und so eine weitere Verzweigung Ã¶ffnen. </p>
<p><center><br />
<div id="attachment_242" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://schmirblog.info/wp-content/uploads/2009/04/bild_formalisierungwisskomm.jpg" target="_blank"><img src="http://schmirblog.info/wp-content/uploads/2009/04/bild_formalisierung_klein-300x114.jpg" alt="Unterschiedliche Formalisierungsgrade wissenschaftlicher Kommunikation" title="bild_formalisierung_klein" width="300" height="114" class="size-medium wp-image-242" /></a><p class="wp-caption-text">Unterschiedliche Formalisierungsgrade wissen-schaftlicher Kommunikation</p></div><br />
</center></p>
<p>Im Gegensatz zum Kriterium der Zielgruppe ist Formalisierung ein stÃ¤rker graduell angelegtes Kriterium. Dies hat zur Folge, dass klare Trennlinien anhand dieses Merkmals nur schwer zu ziehen sind. Auf diese Weise wird jedoch auch verdeutlicht, dass gerade durch das Auftauchen neuer Medien wissenschaftlicher Kommunikation (wie z.B. Blogs) die Grenze zwischen interner und externer Wissenschaftskommunikation zunehmend verwischt. Dies soll anhand eines Gedankenganges verdeutlicht werden. ZunÃ¤chst muss jedoch ein weiteres analytisches Unterscheidungsmerkmal wissenschaftlicher Kommunikation eingefÃ¼hrt werden, nÃ¤mlich das des Zugangs zur Kommunikation. Hierzu muss zunÃ¤chst festgehalten werden, dass die (primÃ¤re) Zielgruppe eines Beitrags mit wissenschaftlichem Inhalt und die tatsÃ¤chliche ZugÃ¤nglichkeit (zwar in abnehmenden MaÃŸe, aber dennoch) miteinander verbunden sind. So ist ein klassischer Artikel in einer wissenschaftlichen (Peer-Review-)Zeitschrift zweifellos an die wissenschaftliche Gemeinschaft als Zielgruppe gerichtet. </p>
<p><center><strong>PartizipationsmÃ¶glichkeiten</strong></center></p>
<p>Auch der Zugang zu solchen BeitrÃ¤gen (sowohl in Form von Rezeptions- als auch AntwortmÃ¶glichkeiten) ist beschrÃ¤nkt. Auch wenn prinzipiell jeder eine wissen-schaftliche Zeitschrift bestellen kann, ist schon alleine die Preisgestaltung ein faktisches Hemmnis dafÃ¼r, dass diese BeitrÃ¤ge von einer breiten Ã–ffentlichkeit rezipiert werden (dies geschieht klassischer Weise Ã¼ber den Wissenschaftsjournalismus (der hier im Bereich externe, formalisierte Wissenschaftskommunikation einzuordnen ist.)). Ein Artikel in einem Wissenschaftsmagazin dagegen richtet sich an eine breite Ã–ffentlichkeit und ist ihr damit auch zugÃ¤nglich (natÃ¼rlich haben auch Wissen- schaftler Zugang zu solchen Artikeln). Klassischerweise haben wir also auf der einen Seite eine externe Wissenschaftskommunikation welche (durch die redaktionellen Strukturen populÃ¤rwissenschaftlicher Medien) einem recht hohen Grad der Formalisierung (durch Begutachterprozesse der Journalisten) unterliegt und der Zielgruppe eine kommunikative Teilhabe (auch in Form eines RÃ¼ckkanals z.B. durch Leserbriefe) ermÃ¶glicht. Auf der anderen Seite steht die interne Wissenschaftskommunikation, welche neben der Zielgruppe Scientiï¬c Community durch Begutachtungsverfahren und ZugangsbeschrÃ¤nkungen (Preisgestaltung wissenschaftlicher Zeitschriften, KonferenzgebÃ¼hren etc.) die kommunikative Partizipation primÃ¤r im wissenschaftlichen Subsystem ermÃ¶glicht. </p>
<p><center><br />
<div id="attachment_246" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://schmirblog.info/wp-content/uploads/2009/04/bild_zugangsbegrenzungwissk.jpg" target="_blank"><img src="http://schmirblog.info/wp-content/uploads/2009/04/bild_zugangsbegrenzung_klei-300x172.jpg" alt="Wissenschaftskommunikation nach PartizipationsmÃ¶glichkeit" title="bild_zugangsbegrenzung_klei" width="300" height="172" class="size-medium wp-image-246" /></a><p class="wp-caption-text">Wissenschaftskommunikation nach Partizipations-mÃ¶glichkeit</p></div><br />
</center></p>
<p>Durch das Aufkommen neuer Kommunikationsformate wie Weblogs wird diese Grenze zunehmend aufgebrochen. Im nun folgenden Gedankengang wird ein idealtypisches und ï¬ktives Beispiel herangezogen, empirisch sind auch hier eher Mischformen vorzuï¬nden. In einem solchen idealtypischen Fall verÃ¶ffentlicht ein Wissenschaftler in seinem persÃ¶nlichen Blog eine Rezension zu einem wissenschaftlichen Fachartikel. Vom Kriterium der Zielgruppe ist ein solcher Beitrag weder eindeutig der internen noch der externen Wissenschaftskommunikation zuzuordnen, denn auch wenn er sich primÃ¤r an andere Wissenschaftler richtet, die sowohl mit dem kritisierten Beitrag etwas anfangen, als auch eine wissenschaftliche Kritik daran einordnen und verstehen kÃ¶nnen, so hat doch auch der interessierte Laie gleichermaÃŸen Zugang und die MÃ¶glichkeit der aktiven Teilhabe am Kommunikationsprozess<sup class='footnote'><a href='#fn-248-6' id='fnref-248-6'>6</a></sup> . Auch werden die beiden anderen Kriterien zur Typisierung von interner Wissenschaftskommunikation (hoher Formalisierungsgrad und ZugangsbeschrÃ¤nkungen fÃ¼r die Partizipation) nicht erfÃ¼llt. Ein Weblog ist in der Regel Ã¶ffentlich zugÃ¤nglich und unterliegt keinem formalisierten Begutachtungsprozess. Weblogs dieser Art (entscheidend ist hier nicht das Medium, sondern die Art der Nutzung: Einzelner Wissenschaftler schreibt fÃ¼r die / in der Ã–ffentlichkeit. Das Format wird bspw. auch von klassischen journalistischen Medien genutzt, hier gelten allerdings wieder redaktionelle Formalisierungen) scheinen sich also nicht in die oben entwickelte Typisierung einordnen zu lassen. </p>
<p>Der Vorteil der hier angefÃ¼hrten Unterscheidungskriterien liegt jedoch darin, dass so der zu verdeutlichende Grenzaufbruch zwischen interner und externer Wissenschaftskommunikation sichtbar wird. Es ist auch keineswegs so, dass die klassischen Formen interner und externer Wissenschaftskommunikation verschwinden wÃ¼rden. Sie beï¬nden sich ohne Zweifel im Wandel (siehe Open Acces und Co.) sind aber auch im Rahmen der hier vorgestellten Systematik weiter einzuordnen. Vielmehr gilt es, die aufgezeigte neue AusprÃ¤gung wissenschaftlicher Kommunikation zu untersuchen. Hierzu kÃ¶nnen die klassischen Funktionen der Wissenschaftskommuniktion (Registrierung, Zertiï¬zierung, Wahrnehmung, Archivierung) ebenso herangezogen werden wie Fragen nach den Auswirkungen dieser neuen Formate hinsichtlich von Kollaboration und einer Demokratisierung von Wissenschaft. </p>
<p><center><strong>Weitere Schritte</strong></center></p>
<p>In einem an nachfolgenden Schritt wird der Frage nach der Sicherstellung wissenschaftlicher QualitÃ¤t auÃŸerhalb etablierter und formalisierter QualitÃ¤tssicherungsmechanismen nachzugehen sein. Die These ist hier, dass QualitÃ¤tssicherungsmechanismen nicht nur die Funktion der Sicherstellung von QualitÃ¤t Ã¼bernehmen, sondern qua dem Wissen um ihre Existenz sowie ihrer allgemeinen Akzeptanz bei den Kommunikationsteilnehmern, eine Form von Vertrauen erzeugen.<br />
Formalisierte QualitÃ¤tssicherungsmechanismen erlauben es dem Subjekt (und der Gesellschaft), die SeriositÃ¤t eines wissenschaftlichen Textes einzuschÃ¤tzen und Prognosen Ã¼ber den potentiellen Wahrheitsgehalt der BeitrÃ¤ge abzugeben, auch ohne selbst ausreichende Fachkenntnis zu besitzen.</p>
<p>Wenn diese Formalisierungen fehlen (wie es im ihr dargestellten, unscharfen Grenzbereich der Fall ist), sind andere Mechanismen der Vertrauensbildung notwendig, um seriÃ¶se wissenschaftliche Inhalte von nicht-wissenschaftlichen zu unterscheiden. Die grundlegende These ist hier folgende: Vertrauen in die Wissenschaftlichkeit von BlogbeitrÃ¤gen wird Ã¼ber die Person des Autors geschaffen und in Weblogs durch kommunikative Elemente des IdentitÃ¤tsmanagements erzeugt. Dazu zÃ¤hlen gestalterische Elemente, Proï¬lseiten, Verlinkungen und Kommentare durch welche die IdentitÃ¤t des Autors als seriÃ¶ser (und damit vertrauenswÃ¼rdiger) Schreiber wissenschaftlicher Texte ausgewiesen wird. Dieses personale Vertrauen wird auf die Ebene des Textes Ã¼bertragen. Dabei wird erstens auf anerkannte Institutionen des Wissenschaftsbetriebes rekurriert sowie zweitens auf die Eingebundenheit in eine Kommunikationsstruktur mit anderen Wissenschaftlern (deren IdentitÃ¤t ebenfalls Ã¼ber die genannten Mechanismen erzeugt wird). </p>
<p><strong>Literatur</strong><br />
(1) KrÃ¤mer, H.:<em> Vertrauen in der Wissenschaft &#8211; Zur Kommunikation Kostruktion von Vetrauen in der Wissenschaft.</em>, 2009.</p>
<p>(2) Hagenhoff, S., Seidenfaden, L., Ortelbach, B., Schumann, M.:  <em>Neue Formen der Wissenschaftskommunikation. Eine Fallstudienuntersuchung.</em>, GÃ¶ttingen, 2007</p>
<p><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-nd/3.0/de/88x31.png" /></a></p>
<p>Diese(s) <span xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="http://purl.org/dc/dcmitype/Text" rel="dc:type">Werk oder Inhalt</span> von <span xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#" property="cc:attributionName">Jan Schmirmund</span> steht unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/">Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz</a>.<br />Beruht auf einem Inhalt unter <a xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" href="http://www.schmirblog.info" rel="dc:source">www.schmirblog.info</a>.</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-248-1'>Aktuell untersuchen Anita Langenhorst, Gerd Fritz und Thomas Gloning im <a href="http://www.wissenschaftskommunikation.info/wordpress/2008/09/teilprojekt-iv-wissenschaftliche-information-kritik-und-kontroverse-in-digitalen-medien/" target="_blank">Forschungsverbund Interactive Science</a> die zunehmend zu beobachtenden medienÃ¼bergreifenden, wissenschaftlichen Kontroversen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-248-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-248-2'>Es wird hier bewusst auf eine weitere Diï¬€erenzierung zwischen der eigenen Disziplin und der gesamten wissenschaftlichen Gemeinschaft als Zielgruppe verzichtet, da dies fÃ¼r die hier vorliegende Fragestellung nur von untergeordneter Bedeutung ist. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-248-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-248-3'>In Anlehnung an Walker/Hurt â€žScientiï¬c and technical literature: an introduction to forms of communicationâ€œ, Chicago 1990: XI I.  <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-248-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-248-4'>Hier ist nicht der Raum um die philosophische Diskussion Ã¼ber die MÃ¶glichkeit objektiver Wahrheit nachzuzeichnen. Exemplarisch sei hier auf die Problematik einer Beschreibung der Welt durch Sprache hingewiesen. SpÃ¤testens seit dem spÃ¤ten Wittgenstein ist klar, dass sich Bedeutungen sprachlicher Aussagen aus einer (sich stÃ¤ndig wandelnden) gesellschaftlichen Ãœbereinkunft speisen und somit nur bedingt geeignet sind, objektive und vom gegebenen Sprachgebrauch unabhÃ¤ngige Wahrheiten zu formulieren. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-248-4'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-248-5'>Exemplarisch kÃ¶nnen hier die Problematik des Diebstahls von Forschungsergebnissen durch Gutachter oder auch GefÃ¤lligkeitsgutachten genanten werden.  <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-248-5'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-248-6'> NatÃ¼rlich ist es mÃ¶glich, auch Blogs komplett organisationsintern und zugangsbeschrÃ¤nkt zu betreiben. Von solchen SpezialfÃ¤llen soll in diesem Beitrag jedoch abgesehen werden. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-248-6'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://schmirblog.info/?feed=rss2&amp;p=248</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was leistet Researchblogging.org fÃ¼r die interne Wissenschaftskommunikation ?</title>
		<link>http://schmirblog.info/?p=179</link>
		<comments>http://schmirblog.info/?p=179#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 09:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://schmirblog.info/?p=179</guid>
		<description><![CDATA[In meiner provisorischen Mindmap (link) habe ich Weblogs in die Kategorie &#8220;interne Wissenschaftskommunikation im weiteren Sinne (offen)&#8221; eingeordnet und im zugehÃ¶rigen Posting darÃ¼ber nachgedacht wie im Kontext von Weblogs Vertrauen in die (Wissenschaftlichkeit der) Inhalte geschaffen werden kann. Dieses Vertrauen ist notwendig um Bloginhalte dem Bereich interner Wissenschaftskommunkation zuordnen zu kÃ¶nnen (da im Kontext von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meiner provisorischen Mindmap (<a href="http://bubbl.us/view.php?sid=172424&#038;pw=yaevtTA0DyC66OThrakR6WkpLTjJ4Ng" target="_blank">link</a>) habe ich Weblogs in die Kategorie &#8220;interne Wissenschaftskommunikation im weiteren Sinne (offen)&#8221; eingeordnet und im zugehÃ¶rigen <a href="http://schmirblog.info/?p=91">Posting</a> darÃ¼ber nachgedacht wie im Kontext von Weblogs Vertrauen in die (Wissenschaftlichkeit der) Inhalte geschaffen werden kann. Dieses Vertrauen ist notwendig um Bloginhalte dem Bereich interner Wissenschaftskommunkation zuordnen zu kÃ¶nnen (da im Kontext von Weblogs die institutionelle Instanz fehlt, durch welche die Inhalte automatisch einem seriÃ¶sen internen Wissenschaftsdiskurs angehÃ¶ren (z.B. Peer-Review) ). Nachfolgend mÃ¶chte ich nun einen Blick auf ein empirisches Beispiel der blogbasierten Wissenschaftskommunikation werfen. <span id="more-179"></span></p>
<p><a href="http://www.researchblogging.org" target="_blank">Www.researchblogging.org</a> scheint dafÃ¼r aus mehreren GrÃ¼nden besonders geeignet zu sein, weil es besonders viele verschiedene Aspekte der Vertrauensbildung in sich vereint. Insbesondere vergibt die Seite eine Art QualitÃ¤tssiegel fÃ¼r Wissenschaftlichkeit. </p>
<p>ZunÃ¤chst sollen hier jedoch die grundlegenden Eigenschaften der Seite dargestellt werden. Dazu werde ich primÃ¤r auf die Selbstbeschreibungen von Researchblogging.org zurÃ¼ckgreifen. Man mÃ¶ge mir die vielen Zitate verzeihen, aber da jede Zusammenfassung auch irgendwie eine Interpreation darstellt, schien es mir am sinnvollsten den originalen Wortlaut der Seitenbetreiber zu verwenden.<br />
In der Analyse der Seite werde ich dann auch auf Fragen der tatsÃ¤chlichen Realisierung der von Researchblogging.org selbst gesetzten AnsprÃ¼che eingehen.</p>
<p><strong>Grundlegendes zu Researchblogging.org</strong><br />
www.Researchblogging.org ist eine Portalseite, die einzelne wissenschaftsbezogene Postings aus verschiedenen externen Blogs selektiert und in neuem Kontext aggregiert. Ziel ist dabei, wissenschaftliche Postings von nicht wissenschaftlichen zu trennen und gesammelt darzustellen:</p>
<blockquote><p>
<em> â€žSince many blogs combine serious posts with more personal or frivolous posts, our site offers a way to find only the most carefully-crafted posts about cutting-edge research, often written by experts in their respective fields.â€œ</em></p></blockquote>
<p>(<a href="http://www.researchblogging.org/static/index/page/help" target="_blank">http://www.researchblogging.org/static/index/page/help</a>)</p>
<p>Es werden hier also nicht ganze Blogs in einem Portal zusammengefasst, sondern lediglich einzelne Postings mit wissenschaftlichen Bezug (und auch jemweils nur die Teaser. Der komplette Artikel findet sich ausschlieÃŸlich auf der Originalseite).<br />
Auf den Seiten von Researchbloging.org findet sich folgende Selbstbeschreibung: </p>
<blockquote><p><em>â€žResearchBlogging.org is a system for identifying the best, most thoughtful blog posts about peer-reviewed research. Since many blogs combine serious posts with more personal or frivolous posts, our site offers a way to find only the most carefully-crafted posts about cutting-edge research, often written by experts in their respective fields.â€œ </em></p></blockquote>
<p>(<a href="http://www.researchblogging.org/static/index/page/help" target="_blank">http://www.researchblogging.org/static/index/page/help</a>)</p>
<p>Der Betreiber der Seite ist die Research Blogging, Inc. (Davidson / North Corolina) und bezeichnet sich selber als<em> â€žcommunity-run non-profit organizationâ€œ</em>. Finanziell getragen wird Researchblogging.org von der Seed Media Group (<a href="http://www.seedmediagroup.com" target="_blank">link</a>). Das Administratoren-Team von Researchblogging.org besteht, wie der Seite zu entnehmen ist (<a href="http://www.researchblogging.org/static/index/page/about" target="_blank">link</a>) aktuell (Dez. 2008) aus sechs Bloggern, die teilweise auch als Autoren bei der der Seed Media Group auftreten bzw. als Blogger im, ebenfalls zur Seed Media Group gehÃ¶renden Portal www.scienceblogs.com aktiv sind. </p>
<p><strong>Zugangsvoraussetzungen  / QualitÃ¤tssiegel / QualitÃ¤tssicherung</strong><br />
Um sicherzustellen, dass auf Researchblogging.org tatsÃ¤chlich nur solche Postings mit wissenschaftlichem Inhalt erscheinen, gibt es ein zweistufiges Aufnahme- und QualitÃ¤tssicherungsverfahren. Um Postings auf Researchblogging.org unterzubringen, muss zunÃ¤chst das komplette Blog registriert werden. Dabei wird von einem Admin Ã¼berprÃ¼ft ob bestimmte grundlegende Voraussetzungen erfÃ¼llt sind: </p>
<blockquote><p>
<em>â€žGuidelines for registering with ResearchBlogging.org<br />
By Dave Munger | April 8, 2008<br />
(&#8230;)<br />
 1. Contain at least one post meeting our guidelines and at least five total posts.<br />
 2. Have been updated within the past six months.<br />
 3. Be well-maintained by the blogger (e.g. relatively free from spam comments, bad code, etc.).<br />
 4. Include original work by the blogger and link or cite materials taken from other sources.<br />
 5. Meet community-established standards for decency (e.g. free from pornography, hate speech, etc.).<br />
 6. Have some means of contacting the blogger (e.g. email address, &#8220;contact&#8221; form, comments, etc.).<br />
 7. Be freely available to all readers.<br />
 8. Be written in a supported language. (Currently English is the only supported language, but we plan on adding additional languages in the future.)</p>
<p>I think that&#8217;s a pretty good start. Any additional suggestions or comments?â€œ</em></p></blockquote>
<p> (<a href="http://www.researchblogging.org/news/?p=88" target="_blank">http://www.researchblogging.org/news/?p=88</a>) </p>
<p>Die zweite Stufe der QualitÃ¤tssicherung bezieht sich auf die einzelnen Postings und findet ex-post durch die Community statt. Die Postings mÃ¼ssen dabei bestimmten Richtlinien entsprechen. Nur wenn diese erfÃ¼llt werden, ist das Posting legitim und darf mit dem&#8221;Blogging on Peer-Reviewed Research Iconâ€œ als QualitÃ¤tssiegel versehen werden. Das Icon gilt dabei nur fÃ¼r einzelne Postings und nicht etwa fÃ¼r ein gesamtes Blog. Das â€žBlogging on Peer-Reviewed Research Iconâ€œ wird durch den Einbau von speziellem HTML-Code in das Originalposting einen Posting zugeordnet. Auf die gleiche Weise wird das Posting automatisch bei Researchblogging.org in den Aggregationsstream integriert.</p>
<p>Das Posting muss sich, dem SelbstverstÃ¤ndnis von Researchblogging.org entsprechend, mit einer Publikation befassen, die ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen hat. Research-blogging.org legt in seinen Richtlinien fest, was als legitimes Peer-Review zu verstehen ist:</p>
<blockquote><p><em>â€žWhile there is no hard-and-fast definition of &#8220;peer-review,&#8221; peer reviewed research should meet the following guidelines: Reviewed by experts in field, Edited, Archived, Published with clearly stated publication standards, Viewed as trustworthy by experts in fieldâ€œ</em></p></blockquote>
<p> (<a href="http://www.researchblogging.org/news/?p=53" target="_blank">http://www.researchblogging.org/news/?p=53</a>) </p>
<p>Das Posting selbst muss weiterhin folgenden Kriterien genÃ¼gen:</p>
<blockquote><p>
<em>&#8220;Guidelines for using the Research Blogging icon<br />
By Dave Munger | October 26, 2007</p>
<p>The post should offer a complete formal citation of the work(s) being discussed.<br />
The post author should have read and understood the entire work cited.<br />
The blog post should report accurately and thoughtfully on the research it presents.<br />
Where possible, the post should link to the original source and / or provide a DOI or other universal reference<br />
number.<br />
The post should contain original work by the post author &#8212; while some quoting of others is acceptable, the majority of the post should be the author&#8217;s own work.â€œ </em></p></blockquote>
<p> (<a href="http://www.researchblogging.org/news/?p=53" target="_blank">http://www.researchblogging.org/news/?p=53</a>) </p>
<p>Missbrauch, sprich Nichteinhaltung der genannten Kriterien, soll von der Community festgestellt und gemeldet werden. AnschlieÃŸend solle der Missbrauchsverdacht Ã¶ffentlich diskutiert werden. Im Wiederholungsfalle droht ein Ausschluss des Blogs von Researchblogging.org:</p>
<blockquote><p><em>â€žUsers and readers may report potential abuse of the icons by flagging the post on our site. Reported abuses may<br />
be brought to the attention of readers and discussed publicly online.<br />
Repeated abuse of the icons will result in removal from our aggregation system.â€œ</em></p></blockquote>
<p> (<a href="http://www.researchblogging.org/news/?p=53" target="_blank">http://www.researchblogging.org/news/?p=53</a>)</p>
<p>Auch die Richtlinien selbst unterliegen dabei einer ÃœberprÃ¼fung durch die Community von Researchblogging.org:</p>
<blockquote><p><em>â€žThese guidelines have been created by the community of ResearchBlogging.org readers. They are subject to ongoing revision so as to maintain the spirit of good scholarship. Again, feel free to suggest modifications in the commentsâ€œ </em></p></blockquote>
<p> (<a href="http://www.researchblogging.org/news/?p=53" target="_blank">http://www.researchblogging.org/news/?p=53</a>)</p>
<p><strong>Was leistet Researchblogging.org (prinzipiell)?</strong></p>
<p><strong>Abgrenzung wissenschaftlicher Bloginhalte von nicht wissenschaftlichen (Selektion) </strong><br />
Durch den selbst gesetzten Anspruch von Researchblogging.org und die vorhandenen Kriterien fÃ¼r wissenschaftlichen Content, ist Researchblogging.org tatsÃ¤chlich in der Lage, aus der Flut von BlogbeitrÃ¤gen solche herauszufiltern, die einen geprÃ¼ften wissenschaftlichen Text zur Grundlage haben. Allerdings werden durch die Guidelines prinzipiell auch BeitrÃ¤ge mit wissenschaftlichem Inhalt ausgeschlossen, wenn sie sich nicht direkt auf einen bereits verÃ¶ffentlichten peer-reviewed Text beziehen (z.B. eigene unverÃ¶ffentlichte Arbeiten, GedankengÃ¤nge zu allgemeineren Themen, etc.)</p>
<p><strong>Aggregation von wissenschaftlichen Blogcontent nach Disziplinen </strong><br />
Durch die MÃ¶glichkeit Postings verschiedenen Disziplinen zuzuordnen, kÃ¶nnen Ã¼ber die Filterfunktion entsprechend verwandte Postings gefunden werden.</p>
<p><strong>Vertrauensbildung </strong><br />
Ein Anspruch von Researchblogging.org ist es Ã¼ber den â€žBlogging on Peer-Reviewed Research Iconâ€œ ein QualitÃ¤tssigel zur VerfÃ¼gung zu stellen, mit dessen Hilfe  Blogpostings als â€žseriÃ¶sâ€œ wissenschaftlich gekennzeichnet werden kÃ¶nnen. Das Siegel kann somit auch dazu dienen Vertrauen zu schaffen. Da die Wissenschaftlichkeit durch die beiden Stufen des QualitÃ¤tssicherungsprozesses (s.o.) gewissermaÃŸen unabhÃ¤ngig geprÃ¼ft wurde, wird dem Inhalt damit eine hÃ¶here Wertigkeit zugesprochen als nicht geprÃ¼ftem.<br />
EinschrÃ¤nkend muss hier erwÃ¤hnt werden, dass die Vertrauens-Funktion erstmal nur prinzipieller Natur ist. Inwieweit Blogpostings, die mit dem â€žBlogging on Peer-Reviewed Research Iconâ€œ gekennzeichnet sind tatsÃ¤chlich als â€žwissenschaftlicherâ€œ angesehen werden als andere Postings, hÃ¤ngt von vielen Faktoren ab, von denen hier nur einige exemplarisch genannte werden sollen. ZunÃ¤chst sind hier die von Researchblogging.org vorgegeben Richtlinien (Guidelines) fÃ¼r die Anmeldung eines Blogs, der Definition von Peer-Review und den Anforderungen an ein Posting. Weiterhin sind die tatsÃ¤chliche und wahrgenommene Einhaltung dieser Regeln von Bedeutung. Aber auch die Inhalte der BeitrÃ¤ge selbst unterliegen immer noch der Bewertung des Rezipienten. DarÃ¼ber hinaus ist auch die Reputation der Autoren ein wichtiger Faktor bei der EinschÃ¤tzung eines Blogpostings hinsichtlich der Frage, ob er einen ernstzunehmenden wissenschaftlichen Beitrag darstellt. Sofern dem Leser der Autor nicht (hinreichend) bekannt ist, kann er die vom Autor hinsichtlich seiner IdentitÃ¤t verÃ¶ffentlichtetn Infomrationen heranziehen (z.B. die &#8220;Ãœber mich&#8221; Seite im Blog oder ein Profil auf einer social-network Seite).<br />
AbhÃ¤ngig davon wie sich die AusprÃ¤gungen dieser (und anderer) Faktoren tatsÃ¤chlich darstellen, kann ein â€žBlogging on Peer-Reviewed Research Iconâ€œ mehr oder weniger â€žwertvollâ€œ sein. </p>
<p><strong>Reputation steigernder Faktor fÃ¼r gelistete Blogs und Autoren</strong><br />
Mit dem vorherigen Punkt verknÃ¼pft ist die Frage danach inwieweit das den einzelnen Postings verliehene QualitÃ¤tssiegel auch postive  Effekte auf die eigene Reputation bzw. den gesamten verlinkten Blog (in der Regel sind nur wenige Artikel mit dem â€žBlogging on Peer-Reviewed Research Iconâ€œ versehen) bzw. den Autor hat. </p>
<p><strong>Entgrenzung von interner Wissenschaftskommunikation (und nicht). </strong><br />
Eine weitere Funktion von Researchblogging.org ist eher auf einer Metaebene zu verorten. So wirkt das Portal an dem von Wissenschaftsblogs (mit) induzierten Aufbrechen der Grenzen von interner und externer Wissenschaftskommunikation auf eine spezielle Art mit. Durch die genuine Ã–ffentlichkeit von BlogbeitrÃ¤gen und damit auch der Postings aus Researchblogging.org wird der Prozess der Entgrenzung interner Wissenschaftskommunikation dahingehend unterstÃ¼tzt, dass fachinterner Diskurs (unterhalb der Ebene des â€žoffiziellenâ€œ schriftlichen Fachdiskurses) auÃŸerhalb geschlossener Zirkel (wie Konferenzen, Arbeitstreffen oder anderen, informellen ZusammenkÃ¼nften). Andererseits trÃ¤gt das QualitÃ¤tssiegel und die Darstellung der Inhalte in einem Kontext des wissenschaftlichen Diskurses dazu bei, Inhalte eines in der Ã–ffentlichkeit gefÃ¼hrten internen Wissenschaftsdiskurses auch institutionell in einen wissenschaftlichen Kontext einzubetten und damit in gewisser Weise neue Grenzen innerhalb der BlogosphÃ¤re zu ziehen. NÃ¤mlich zwischen geprÃ¼ftem und ungeprÃ¼ften wissenschaftlichen Content. Diese Institutionalisierungen sind im Bereich von Weblogs zur Zeit noch recht selten, scheinen aber zuzunhemen. </p>
<p><strong>Was leistet Researchblogging.org nicht ?</strong></p>
<p><strong>Vernetzung </strong><br />
Researchblogging.org leistet keinen (oder nur einen geringen) Beitrag zur einer Vernetzungen zwischen den Bloggern, da es lediglich eine Linkliste (mit Teasern) darstellt. Die Vernetzung Ã¼ber Kommentare und Trackbacks findet jeweils auf den Originalseiten statt. Lediglich Ã¼ber den an die Hauptseite angeschlossenen Diskussionsblog findet eine mittelbare Vernetzung statt. </p>
<p><strong>Wissenschafts-Suchmaschine </strong><br />
Da die Anzahl der Postings bei Researchblogging.org zwar nominal recht hoch, aber im Kontext aller relevanten wissenschaftlichen BlogeintrÃ¤ge doch eher Ã¼berschaubar ist, kann die Seite (noch) nicht als wissenschaftliche Suchmaschine verwendet werden. DarÃ¼ber hinaus wird nur Content bei Researchblogging.org gefunden, der explizit dort eingestellt wurde. Researchblogging.org durchsucht nicht das Internet nach relevanten BeitrÃ¤gen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://schmirblog.info/?feed=rss2&amp;p=179</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Interne Wissenschaftskommunikation &#8211; Eine Mindmap</title>
		<link>http://schmirblog.info/?p=91</link>
		<comments>http://schmirblog.info/?p=91#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 12:34:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://schmirblog.info/?p=91</guid>
		<description><![CDATA[Im vorletzten Beitrag habe ich versucht, mich der Begrifflichkeit &#8220;Interne Wissenschaftskommunikation&#8221; dahingehend zu nÃ¤hern, dass ich eine Unterscheidung in interne Wissenschaftskommunikation im engeren und im weiteren Sinne vorgenommen habe. Nachfolgend soll diese Unterscheidung nun nochmals aufgegriffen, prÃ¤zisiert und erweitert werden.

Zur Wiederholung: Interne Wissenschaftskommunikation im engeren und weiteren Sinne
Zur Erinnerung (und fÃ¼r diejenigen, die sich erst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://schmirblog.info/?p=23">vorletzten Beitrag</a> habe ich versucht, mich der Begrifflichkeit &#8220;Interne Wissenschaftskommunikation&#8221; dahingehend zu nÃ¤hern, dass ich eine Unterscheidung in interne Wissenschaftskommunikation im <em>engeren</em> und im <em>weiteren</em> Sinne vorgenommen habe. Nachfolgend soll diese Unterscheidung nun nochmals aufgegriffen, prÃ¤zisiert und erweitert werden.<br />
<span id="more-91"></span><br />
<strong>Zur Wiederholung: Interne Wissenschaftskommunikation im engeren und weiteren Sinne</strong></p>
<p>Zur Erinnerung (und fÃ¼r diejenigen, die sich erst jetzt zugeschaltet haben) hier nochmal die Kernthese in Kurzfassung: Interne Wissenschaftskommunikation bezeichnet eine Kommunikation innerhalb des Wissenschaftssystems, also zwischen Wissenschaftlern Ã¼ber wissenschaftliche Inhalte <sup class='footnote'><a href='#fn-91-1' id='fnref-91-1'>1</a></sup>. Im engeren Sinne ist dabei eine interne Wissenschaftskommunikation zu verstehen, welche in institutionalisierten und stark formalisierten Bahnen ablÃ¤uft. Gemeint sind damit primÃ¤r VerÃ¶ffentlichungen im Peer-Review-Verfahren sowie entsprechende VortrÃ¤ge auf universitÃ¤ren Tagungen und Kongressen. Interne Wissenschaftskommunikation im weiteren Sinne ist weniger stark institutionalisiert und findet in informelle(re)m Rahmen statt. Soweit zur Wiederholung.</p>
<p><strong>Offene und geschlossene interne Wissenschaftskommunikation</strong></p>
<p>Diese zweite Form (im weiteren Sinne) kann nun nochmal unterteilt werden. NÃ¤mlich in<em> offene</em> und <em>geschlossene</em> interne Wissenschaftskommunikation. Beide Typen sind durch schwache, auf QualitÃ¤tssicherung bezogene, institutionalisierte Formalisierungen gekennzeichnet. Bei der Bewertung kommunikativer BeitrÃ¤ge kann man sich also nicht auf ein Ã¼bergeordnetes Verfahren verlassen, welches den BeitrÃ¤gen sowohl wissenschaftliche Relevanz attestiert, als auch den Autor als qualifizierten Experten auszeichnet<sup class='footnote'><a href='#fn-91-2' id='fnref-91-2'>2</a></sup>.</p>
<p><strong><a href="http://bubbl.us/view.php?sid=172424&amp;pw=yaevtTA0DyC66OThrakR6WkpLTjJ4Ng" target="_blank">Mindmap in groÃŸ</a></strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="id" value="bblviewer" /><param name="quality" value="high" /><param name="SeamlessTabbing" value="false" /><param name="AllowScriptAccess" value="always" /><param name="FlashVars" value="_sid=172424&amp;_title=Mindmap%20Interne%20Wissenschaftskommunikation&amp;_z=75&amp;_pw=yaevtTA0DyC66OThrakR6WkpLTjJ4Ng" /><param name="src" value="http://bubbl.us/sys/view.swf?sid=172424&amp;pw=yaevtTA0DyC66OThrakR6WkpLTjJ4Ng" /><embed id="bblviewer" type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="340" src="http://bubbl.us/sys/view.swf?sid=172424&amp;pw=yaevtTA0DyC66OThrakR6WkpLTjJ4Ng" flashvars="_sid=172424&amp;_title=Mindmap%20Interne%20Wissenschaftskommunikation&amp;_z=75&amp;_pw=yaevtTA0DyC66OThrakR6WkpLTjJ4Ng" allowscriptaccess="always" seamlesstabbing="false" quality="high"></embed></object></p>
<p><strong><a href="http://bubbl.us/view.php?sid=172424&amp;pw=yaevtTA0DyC66OThrakR6WkpLTjJ4Ng" target="_blank">Mindmap in groÃŸ</a></strong></p>
<p><strong>Geschlossene interne Wissenschaftskommunikation</strong></p>
<p>Innerhalb einer geschlossenen Gruppe von Kommunikationsteilnehmern wird Vetrauen in die BeitrÃ¤ge der anderen Gruppenmitglieder durch andere Faktoren gewÃ¤hrleistet. Am wichtigsten scheinen mir dabei die Zugangsvoraussetzungen zur Gruppe zur sein. Hierdurch wird gewÃ¤hrleistet, dass die Kommunikationsteilnehmer qua Mitgliedschaft in der geschlossenen Gruppe prinzipiell in der Lage sind, bestimmte qualitative Standards in der Kommunikation  zu erfÃ¼llen. Man kann also deren Ã„uÃŸerungen insofern Vetrauen schenken, dass man ein bestimmtes GrundmaÃŸ an Sachverstand vorraussetzen kann.<br />
Es gibt weitere Faktoren, die fÃ¼r ein wechselseitiges Vetrauen in geschlossenen Gruppen (in Bezug auf die wissenschaftliche QualitÃ¤t der BeitrÃ¤ge) relevant sind. Ich werde auf diese jedoch erst im nun folgenden Abschnitt Ã¼ber die <em>offene</em> interne Wissenschaftskommunkation eingehen, da sie hier wie dort von Bedeutung sind, in geschlossenen Gruppen jedoch vom genannten Faktor der Zugangsvoraussetzungen Ã¼berlagert wird, wÃ¤hrend sie in offener Kommunikation die Vertrauensbildung alleine leisten mÃ¼ssen.</p>
<p><strong>Techniken zur Vertrauensbildung</strong></p>
<p>Gerd Sebald stellt in in seinem Aufsatz <a href="http://www.springerlink.com/content/g034ukp183402742/" target="_blank">&#8220;Person und Vetrauen &#8211; Mediale Konstruktion in der Online-Kooperation der Free/Open-Source-Softwareentwicklung&#8221;</a> die These auf,</p>
<p><em>&#8220;dass sich in komplexeren und lÃ¤nger anhaltenden Formen der Online-Kooperation spezifische Taktiken der Kommunikation herausbilden, in denen Person und Vertrauen (im Sinne Luhmanns) Ã¼ber vier Mechanismen konstruiert werden: a) durch Probezeiten, b) durch multimediale Absicherungen der Konstruktionen, c) durch RÃ¼ckgriff auf externe Institutionen und d) schlieÃŸlich durch realweltliche Treffen.&#8221;</em><sup class='footnote'><a href='#fn-91-3' id='fnref-91-3'>3</a></sup></p>
<p><strong>Offene interne Wissenschaftskommunikation</strong></p>
<p>Im folgenden mÃ¶chte ich versuchen diese These auf Weblogs zu Ã¼bertragen. Wie der <strong><a href="http://bubbl.us/view.php?sid=172424&amp;pw=yaevtTA0DyC66OThrakR6WkpLTjJ4Ng" target="_blank">Mindmap</a></strong> zu entnehmen ist, ordne ich Weblogs dem Bereich offene interne Wissenschaftskommunikation zu. ZunÃ¤chst mÃ¶chte ich kurz die Problematik der Vertrauensbildung unter den Teinehmern einer solchen Kommunikation anreiÃŸen. Aus der Perspektive eines unbeteiligten Beobachters fÃ¤llt es im Kontext offener interner Wissenschaftskommunikation (welche immer auch eine interne Wissenschaftskommunikaton im weiteren Sinne ist) schwer, kommunikative Akte (wie BeitrÃ¤ge und Kommentare in Weblogs) auf ihre wissenschaftliche QualitÃ¤t zu prÃ¼fen. Es fehlen gesellschaftlich anerkannte, institutionalisierte und formalisierte Mechanismen der QualitÃ¤tssicherung (wie in der internen Wissenschaftskommunikation im engeren Sinne) ebenso wie ein, aufgrund von ZugehÃ¶rigkeit zu bestimmmten zugangsbeschrÃ¤nkten Gruppen (s.o.), gerechtfertigtes Vertrauen in die Qualifikation der Beteiligten.</p>
<p>Oben habe ich behauptet, dass interne Wissenschaftskommunikation eine Kommunikation unter Wissenschaftlern darstellt. Weblogs sind aber per se Ã¶ffentlich. D.h. sowohl Publizieren, Kommentieren und Rezepieren ist prinzipiell jedem mÃ¶glich. Das impliziert, dass in Weblogs verÃ¶ffentlichte (und als wissenschaftlich ausgegebene) KommunikationsbeitrÃ¤ge mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit fachlich nicht fundiert sind. Diese Gefahr besteht auch bei den beiden anderen hier genannten Formen der internen Wissenschaftskommunikation jedoch, aufgrund der genannten Faktoren, in wesentlich geringerem MaÃŸe.<br />
FÃ¼r Weblogs besteht zur Zeit keine Ã¼bergeordnete institutionalisierte und anerkannte Instanz, welche Wissenschaftlichkeit attestiert. Damit aber trotzdem ein Diskurs -im Sinne interner Wissenschaftskommunikation- in der &#8220;BlogosphÃ¤re&#8221; stattfinden kann, muss Vetrauen in die jeweiligen Teilnehmer anders konstruiert werden (eine Gruppe von Teilnehmern, welche sich gegenseitig in Bezug auf ihre fachliche Kompetenz (und Ernsthaftigkeit ihrer Absichten) vetrauen, stellt quasi eine InGroup, analog zu den beiden anderen Typen interner Wissenschaftskommunikation dar).</p>
<p><strong>Person und Vertrauen</strong></p>
<p>Sebald gibt in seinen Artikel einen kurzen Abriss des Luhmannschen Personenbegriffs. Im Rahmen dieses Blogartikels soll das Luhmannsche Personenkonzept folgendermaÃŸen (verkÃ¼rzt) verstanden werden werden: Person dient im sozialen System als ReprÃ¤sentation von handlungseinschrÃ¤nkenden Attributen des jeweiligen GegenÃ¼bers und ist damit ein wichtiger strukturbildender Faktor sozialer Interaktionssysteme. Der Begriff der Person dient also der Reduktion von KomplexitÃ¤t und wirkt dem Problem der doppelten Kontingenz entgegen indem durch sie eine Grundlage fÃ¼r Erwartungen, Erwartungserwartungen und erwartete Erwartungserwartungen dargestellt wird.<br />
Sebald weist auf die in der Luhmannschen Systemtheorie wichtige Differenz von Vertrauen/Misstrauen hin (wobei Misstrauen den Fortbestand des Systems gefÃ¤hrdet). Ãœber die Personen, welche sich wechselseitig Vetrauen entgegenbringen wird der Fortbestand des Systems gesichert.<br />
In seinen Aufsatz fÃ¼hrt Sebald ergÃ¤nzend eine weitere Konzeption von Person ein. NÃ¤mlich die von Alfred SchÃ¼tz. Mit Hilfe des SchÃ¼tzschen Personenbegriffs trifft Sebald eine Unterscheidung von Kommunikation in umweltliche (face-to-face) und mitweltliche (medial basierte) Konstitution. Mir scheint diese zusÃ¤tzliche Unterscheidung allerdings in dem hier diskutieren Zusammenhang weniger relevant (eine BegrÃ¼ndung dieser Ansicht kann bei Bedarf nachgeliefert werden).</p>
<p>Interne Wissenschaftskommunikation, welche auf Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Blogs basiert, bedarf also eines vetrauenschaffenden Mechanismus, welcher wiederum auf der Konstruktion von Person beruht. Diese Kontruktion kann nun Ã¼ber die von Sebald vorgeschlagenen Kommunikationstaktiken (s.o.) erfolgen. Zm Ende dieses Beitrags sollen diese Taktiken in Bezug zu Blogs gesetzt werden, welche auf diese Weise einer internen Wissenschaftskommunikation zugeordnet werden kÃ¶nnen. Sebalds Reihenfolge wird hier abgeÃ¤ndert und in eine weblogspezifische Hirachie gebracht:</p>
<p><strong>Multimediale Absicherungen der Konstruktionen</strong><br />
Hiermit ist die webbasierte Selbstdarstellung der Kommunikationsteilnehmer gemeint. Auf entsprechenden Seiten liefern die Blogger eine Selbstdefinition der eigenen Person. Sofern sie sich in selbiger als anerkannte, fachlich versierte Wissenschaftler prÃ¤sentieren stellt dies einen relevanten (aber nicht ausreichenden) Faktor zur Bildung von Person und damit Vetrauen dar.</p>
<p><strong>RÃ¼ckgriff auf externe Institutionen</strong><br />
Im Kontext von wissenschaftlicher Weblogkommunikation dient der RÃ¼ckgriff auf externe Institutionen ebenfalls der Bildung von Person und Vetrauen. Die Mitgliedschaft in universitÃ¤ren o.Ã¤. Institutionen stellt dabei sowohl ein GÃ¼tekriterium (im Sinne von fachlicher Kompetenz) als auch ein beschreibendes Element hinsichtlich des Fachgebietes dar. Diese Information wird hÃ¤ufig ebenfalls webbasiert dargestellt.</p>
<p><strong>Probezeiten </strong><br />
Eine weiterer Faktor zur Schaffung von Vetrauen in die Wissenschaftlichkeit von BlogbeitrÃ¤gen kann analog zu Sebald mit Probezeit bezeichnet werden. Im Kontext von Weblogs kann die Probezeit mangels Ã¼bergeordneter institutionalisierter Strukturen nicht von einer Probezeit im klassischen Sinne gesprochen werden. Es ist nicht mÃ¶glich einen zeitlichen Anfang und ein Ende zu definieren. Auch gibt es keine festgelegten Kriterien, an welchen sich ablesen lieÃŸe ob die Probezeit bestanden ist. Der Ãœbergang von Probezeit in den Status eines aktzeptierten Wissenschaftsblogs ist eher flieÃŸend. Jeder Rezipient bildet sich (auch aufgrund der beiden erstgenannten Taktiken) durch individuelle Bewertungen (basierend auf dem eigenen Wissenshorizont) der BeitrÃ¤ge eine Meinung hinsichtlich des wissenschaftlichen Niveaus des Blogs. Wenn diese Bewertungen Ã¼ber die Zeit tendenziell positiv ausfallen, trÃ¤gt dies zur Vetrauensbildung bei. Dieser Prozess kann dadurch unterstÃ¼tzt und beschleunigt werden, dass andere (bereits mit umfangreichem Vertrauen ausgestattete) Blogger ebenfalls durch positive individuelle Bewertungen Vertrauen bilden und dies durch ernsthafte Kommentare und Verlinkungen sichtbar machen.</p>
<p><strong>Realweltliche Treffen</strong><br />
SchlieÃŸlich kÃ¶nnen realweltliche Treffen den Prozess der Vertrauensbildung von Bedeutung sein. Allerdings scheint es plausibel, dieser Taktik primÃ¤r einen verstÃ¤rkenden denn bildenden Charakter zuzuschreiben. Aufgrund der umfangreicheren MÃ¶glichkeiten welche die Face-to-Face Komunikation bei realweltlichen<sup class='footnote'><a href='#fn-91-4' id='fnref-91-4'>4</a></sup> Treffen erlauben, kann durch sie der Grad der zugeschriebenen individuellen IntegritÃ¤t gefestigt werden. M.E. kann ausreichendes Vetrauen aber auch ohne realweltliche Treffen aufgebaut werden.</p>
<p>Zusammenfassend ist feszuhalten, dass Weblogs innerhalb der internen Wissenschaftskommunikation hinsichtlich der Vertrauen schaffenden Mechanismen eine Sonderstellung einnehmen, da keine Ã¼bergeordeten, institutionalisierten Strukturen vorhanden sind. Die Beurteilung, ob und inwiefern ein Blog der seriÃ¶sen internen Wissenschaftskommunikation zuzuordnen ist, findet in einem kollektiven Prozess der an der Kommunikation beteiligten Subjekte statt. Ob und welche diesbezÃ¼gliche Strukturen zukÃ¼nftig entstehen werden, bleibt abzuwarten. Auch ist gegenwÃ¤rtig unklar, wie sich gesellschaftliche (und damit auch wissenschaftsinterne) Kommunikation zukÃ¼nftig in vÃ¶llig neuen Formen organisieren wird. Bedenkt man aber, dass auch die in der internen Wissenschaftskommunikation in engeren Sinne vorhandenen QualitÃ¤tssicherungsformen erst in einem lÃ¤ngeren Prozess entstanden, ist eine zunehmende Strukturierung nicht unwahrscheinlich.
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-91-1'>Hierzu zÃ¤hlt Ã¼brigens auch die Kommunikation von Dozent zu Student, nicht jedoch diejenige von Wissenschaftler zu Laien. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-91-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-91-2'>Mir ist bewusst, dass auch die genannten Verfahren einer internen Wissenschaftskommunikation im engeren Sinne keine Garantie fÃ¼r Wissenschaftlichkeit und Kompetenz abgeben. Allerdings ist das Verfahren (trotz gerechtfertigter Kritik), insgesamt anerkannt. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-91-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-91-3'>Sebald, Gerd: &#8220;Person und Vetrauen &#8211; Mediale Konstruktion in der Online-Kooperation der Free/Open-Source-Softwareentwicklung&#8221;; in: Stegbauer, Christian / JÃ¤ckel, Michael (Hrsg.): &#8220;Social Software &#8211; Formen der Kooperation in computerbasierten Netzwerken&#8221;, Wiesbaden 2008, S.11f. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-91-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-91-4'>Ich persÃ¶nlich bin der Meinung, dass die Unterscheidung zwischen virtueller und realer Welt immer unschÃ¤rfer und auch unbedeutender wird. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-91-4'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://schmirblog.info/?feed=rss2&amp;p=91</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ZurÃ¼cktreten bitte</title>
		<link>http://schmirblog.info/?p=26</link>
		<comments>http://schmirblog.info/?p=26#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 13:37:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerklogik]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://schmirblog.info/?p=26</guid>
		<description><![CDATA[Wissenschaftskommunikation unterliegt augenscheinlich einem VerÃ¤nderungsprozess in dem neue Medien eine wichtige Rolle spielen. Um diesen VerÃ¤nderungsprozess zu untersuchen erscheint es mir sinnvoll, zunÃ¤chst einen Schritt zurÃ¼ckzutreten und sich die Einbettung wissenschaftsinterner Kommunikation in einem grÃ¶ÃŸeren gesellschaftlichen Zusammenhang zu vergegenwÃ¤rtigen. Ausgehend von der trivialen Einsicht, dass Wissenschaftskommunikation nicht auÃŸerhalb Ã¼bergeordneter gesellschaftlicher Prozesse vonstatten geht, sollen nachfolgend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftskommunikation unterliegt augenscheinlich einem VerÃ¤nderungsprozess in dem neue Medien eine wichtige Rolle spielen. Um diesen VerÃ¤nderungsprozess zu untersuchen erscheint es mir sinnvoll, zunÃ¤chst einen Schritt zurÃ¼ckzutreten und sich die Einbettung wissenschaftsinterner Kommunikation in einem grÃ¶ÃŸeren gesellschaftlichen Zusammenhang zu vergegenwÃ¤rtigen. Ausgehend von der trivialen Einsicht, dass Wissenschaftskommunikation nicht auÃŸerhalb Ã¼bergeordneter gesellschaftlicher Prozesse vonstatten geht, sollen nachfolgend einige diesbezÃ¼gliche Gedanken ausgebreitet werden.<br />
<span id="more-26"></span><br />
<center><strong>Interdependenz von technologischem Fortschritt und gesamtgesellschaftlicher Entwicklung</strong></center></p>
<p>Eine weitere banale Erkenntnis ist die einer Interdependenz von technologischem Fortschritt und gesamtgesellschaftlicher Entwicklung. Durch gesellschaftliche Akzeptanz einer Technologie wird die Weiterentwicklung derselben vorangetrieben. Gleichzeitig fÃ¼hrt die verstÃ¤rkte Nutzung der Technologie zu gesellschaftlichen VerÃ¤nderungen. Manuel Castells beschreibt in <em>&#8220;Das Informationszeitalter&#8221;</em><sup class='footnote'><a href='#fn-26-1' id='fnref-26-1'>1</a></sup> eindrucksvoll wie diese kulturell-technologische Koevolution vonstatten geht. Es wÃ¼rde den Rahmen dieses Postings mehr als sprengen, dieses PhÃ¤nomen in seiner GÃ¤nze zu skizzieren.<br />
In extremer Kurzform kann diese Entwicklung vlt. folgendermaÃŸen zusammengefasst werden:<br />
In ein kapitalistisches Gesellschaftssystem (basierend auf der protestantischen Ethik<sup class='footnote'><a href='#fn-26-2' id='fnref-26-2'>2</a></sup>) wird die technologische MÃ¶glichkeit von elektronischer Datenverarbeitung und Computervernetzung hinein entwickelt. Auch wenn diese Technologie zunÃ¤chst im militÃ¤rischen Bereich eingesetzt wurde, hat der Kapitalismus das Potenzial weltweiter Kommunikation ohne Zeitverzug erkannt und immer mehr fÃ¼r sich in Anspruch genommen. Ãœber UniversitÃ¤tsnetze sprang die Vernetzungstechnologie zunÃ¤chst auf die FinanzmÃ¤rkte Ã¼ber und ermÃ¶glichte es dem Finanzmarktkapitalismus im Tempo stark zuzulegen. Eine RÃ¼ckkopplung von dort in Richtung  Verbesserung der Internettechnik beschleunigte wiederum deren Weiterentwicklung usw. Der globale Finanzmarkt Ã¼bt Ã¼ber verschiedene Mechanismen Druck auf andere MÃ¤rkte aus, sich ebenfalls dem neuen Tempo anzupassen und vernetzte Strukturen zu bilden.<br />
Der Vernetzungsbegriff darf dabei nicht ausschlieÃŸlich auf der technologischen Ebene verortet werden. Vielmehr fÃ¼rt die faktische elektronische Vernetzung dazu, dass gesamte MÃ¤rkte immer mehr als Netzwerke zu beschreiben sind. Da der Kapitalismus das SelbstverstÃ¤ndnis westlicher Kultur reprÃ¤sentiert, ist es nicht verwunderlich, dass seine (durch Vernetzung bestimmten) Organisationsstrukturen immer mehr in weitere gesellschaftliche Bereiche vordringen. So wird Raum und Zeit im Kontext sozialer Beziehungen immer unbedeutender, die Arbeitswelt wird tiefgreifend verÃ¤ndert und selbst das politische System muss sich, nach Ansicht mancher<sup class='footnote'><a href='#fn-26-3' id='fnref-26-3'>3</a></sup>, den Gesetzen des vernetzten Kapitalismus teilweise beugen.<br />
Die Liste lieÃŸe sich lange fortsetzen. </p>
<p>FÃ¼r den hier diskutierten Zusammenhang kann man daraus nun Folgendes ableiten:<br />
Die technischen MÃ¶glichkeiten des Internet wirken Ã¼ber den Umweg des Kapitalismus auf die Gesellschaft grundlegend ein. Dadurch, dass die Netzwerklogik<sup class='footnote'><a href='#fn-26-4' id='fnref-26-4'>4</a></sup> Einzug in viele gesellschaftliche Teilbereiche (insbesondere die Wirtschaft, aber auch die Wissenschaft) gehalten hat, geht von der Gesellschaft wiederum ein Impuls in Richtung der technologischen Entwicklung aus, MÃ¶glichkeiten zu schaffen, um den Vernetzungsgrad kontinuierlich zu erhÃ¶hen. Diese Spirale ist mindestens seit den 1970er Jahren wirksam und auch z.Zt. noch voll im Gange.</p>
<p><center><strong>Allgemeine Web 2.0 PhÃ¤nomene werden sich in abgewandelter Form auch in der Wissenschaftskommunikation durchsetzen</strong></center></p>
<p>Vor diesem Hintergrund scheint mir Folgendes plausibel:<br />
Allgemeine Web 2.0 PhÃ¤nomene wie <em>user-generatet: -filtering (digg.com), -organisation und distribution (del.ico.us) und -commentary (blogosphÃ¤re)</em> wie sie anschaulich im interessanten <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TPAO-lZ4_hU&amp;eurl=http://blog.rebell.tv/55-minuten-web-20-etwas-ander-erklaert-klasse.html" target="_blank">Vortrag von Michael Wesch</a> dargestellt werden, werden auch auf die wissenschaftliche Kommunikation in irgendeiner Form mehr oder weniger stark durchschlagen, denn das Wissenschaftssystem ist in allgemeine gesellschaftliche Entwicklungsprozesse eingebunden (unterliegt also der strukturellen Hierarchie an dessen Spitze die FinanzmÃ¤rkte stehen) und ist damit dabei sich an eine in Netzwerken funktionierende globalere Welt anzupassen. Die Forderung nach besseren VernetzungsmÃ¶glichkeiten geht also auch vom Wissenschaftsbetrieb aus und wird auf diesen in dergestalt zurÃ¼ckwirken, dass &#8211; dem allgemeinen Trend folgend &#8211; der Vernetzungsgrad erhÃ¶ht, dieser dabei aber auf spezielle BedÃ¼rfnisse der Wissenschaftsgemeinde angepasst wird. Das sich diese BedÃ¼rfnisse auch hinsichtlich eines zunehmenden Eindringens kapitalistischer Routinen auch in den Wissenschaftssektor entwickeln, sei an dieser Stelle auÃŸen vor gelassen. Vor allem gilt es, Faktoren zu berÃ¼cksichtigen, die fÃ¼r den Wissenschaftsbetrieb charakteristisch sind. </p>
<p><center><strong>Besondere Anforderungen an interne Wissenschaftskommunikation</strong></center></p>
<p>So ist Reputation und Ansehen im Wissenschaftsbetrieb ein hohes Gut, da dies einen wichtigen Faktor bei der Vergabe von finanziell attraktiven Positionen darstellt. Anerkennung erhÃ¤lt man in der Regel durch herausragende Forschung und damit durch Arbeiten mit denen man seinen Kollegen voraus ist. Ein gewisses Interesse am Schutz der eigenen Arbeitsgeheimnisse liegt also auf der Hand: Vernetzung der Kommunikation: Ja, aber Vernetzung aller Informationen: Nein.</p>
<p>Auch die Frage nach einer QualitÃ¤tssicherung von wissenschaftlicher Kommunikation ist ein Faktor, der in privater Web 2.0-Kommunikation eher unwichtig ist, in der Wissenschaftskommunikation aber einen zentralen Faktor darstellt. Dienste wie <a href="http://www.researchblogging.org/" target="_blank">researchblogging.org</a> gehen in diese Richtung. </p>
<p>Es ist zu erwarten, dass auch allgemeine Weiterentwicklungen des Web 2.0, wie Lifestreaming, auch in  der Wissenschaftskommunikation Einzug erhalten werden. Dienste wie <a href="http://socialcast.com/" targt="_blank">Socialcast </a>(vgl. auch den <a href="http://netzwertig.com/2008/09/04/enterprise-socialcast-bringt-twitter-und-friendfeed-in-unternehmen/" targt="_blank">Artikel auf netzwertig.com</a>) schicken sich an, das Prinzip des <em>&#8220;Folgens&#8221;</em> bestimmter Personen in den Kontext professioneller Gruppenkommunikation und kollaborativen Arbeitens zu setzen und entsprechend spezieller Anforderungen zu optimieren.<br />
Aber auch Varianten der seit lÃ¤ngerem auÃŸerhalb des Wissenschaftsbetriebes erfolgreichen Social-Networking-Dienste werden auf die speziellen Anforderungen der Forschergemeinde getrimmt und sind seit kurzem verfÃ¼gbar (<a href="http://www.scholarz.net/" target="_blank">Scholarz.net</a>, <a href="https://www.researchgate.net/" targt="_blank">ResearchGATE.net</a>, <a href="http://www.scilink.com/">SciLink.com</a>).</p>
<p><center><strong>Zwei Haupteinflussbereiche</strong></center></p>
<p>MÃ¶glicherweise sind die hier beschriebenen Gedanken tatsÃ¤chlich so trivial, dass sie keiner eigenstÃ¤ndigen ErwÃ¤hnung bedÃ¼rfen. Ich selbst finde es allerdings recht hilfreich, sich diese Dinge nochmals bewusst vor Augen zu fÃ¼hren. Eine Forschung hinsichtlich der VerÃ¤nderung von Wissenschaftskommunikation muss also zwei Hauptgruppen von Einflussbereichen berÃ¼cksichtigen: 1. Allgemeine gesamtgesellschaftliche VerÃ¤nderungen der Kommunikationskultur, da diese Ã¼ber diverse Mechanismen auf gesellschaftliche Subbereiche (wie die Wissenschaft) durchschlagen. 2.) Spezifische Anforderungen des Wissenschaftsbereiches an diese Ã¼bergeordneten KommunikationsmÃ¶gichkeiten und die entsprechenden Anpassungen derselben.</p>
<p>Ich wage es daher zu behaupten, dass Wissenschaftskommunikation gewissermaÃŸen zwangslÃ¤ufig neue Formen annehmen und sich dabei an dem Ã¼bergeordneten Prozess orientieren wird. Die Leistung der Science-Community besteht lediglich darin, spezifische Anpassungen an die eigenen BedÃ¼rfnisse vorzunehmen. Ein Ignorieren der gesamtgesellschaftlichen UmwÃ¤lzungen wird auch im Wissenschaftsbetrieb langfristig unmÃ¶glich sein. Da &#8220;Verweigerer&#8221;, gemÃ¤ÃŸ der Netzwerklogik, frÃ¼her oder spÃ¤ter aus dem System exkludiert und damit marginalisiert werden.</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-26-1'>Vgl.: Castells, Manuel : â€œDas Informationszeitalter Band 1 &#8211; Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaftâ€ (deutsch von Reinhart KÃ¶ÃŸler), Leverkusen: Verlag Leske + Budrich, 2001. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-26-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-26-2'>Vgl. Weber, Max: â€œDie protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismusâ€, Kaesler,Dirk (Hg.), MÃ¼nchen: C.H. Beck, 2004. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-26-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-26-3'>Vgl.: Sennet, Richard: â€œDie Kultur des neuen Kapitalismusâ€ (deutsch von Michael Bischoff), Berlin: Berlin-Verl., 2006. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-26-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-26-4'>Der Begriff der Netzwerklogik wird ebenfalls von Castells expliziert und beschreibt bestimmte Mechanismen der Exklusion und Inklusion <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-26-4'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://schmirblog.info/?feed=rss2&amp;p=26</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blogs und interne Wissenschaftskommunikation</title>
		<link>http://schmirblog.info/?p=23</link>
		<comments>http://schmirblog.info/?p=23#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 09:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Interne Wissensschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[QualitÃ¤tssicherung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://schmirblog.info/?p=23</guid>
		<description><![CDATA[Als ich begann, mich mit dem Thema interne Wissenschafts-kommunikation durch Digitale Medien zu beschÃ¤ftigen, kam bei mir recht schnell folgende Frage auf: Was ist eigentlich das Interne an der internen Wissenschaftskommunikation?

Interne Wissenschaftskommunikation
im engeren und im weiteren Sinne
Vielleicht kann eine Unterscheidung in interne Wissenschafts-kommunikation im weiteren und im engeren Sinne getroffen werden.
Als interne Wissenschaftskommunikation im engeren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich begann, mich mit dem Thema <em>interne Wissenschafts-kommunikation durch Digitale Medien</em> zu beschÃ¤ftigen, kam bei mir recht schnell folgende Frage auf: Was ist eigentlich das <em>Interne</em> an der internen Wissenschaftskommunikation?<br />
<span id="more-23"></span><br />
<center><strong>Interne Wissenschaftskommunikation<br />
im engeren und im weiteren Sinne</strong></center></p>
<p>Vielleicht kann eine Unterscheidung in interne Wissenschafts-kommunikation im weiteren und im engeren Sinne getroffen werden.</p>
<p>Als interne Wissenschaftskommunikation im <strong>engeren Sinne</strong> kÃ¶nnte ein Beitrag dann zu verstehen sein, wenn er in anerkannten Peer-Review Fachzeitschriften oder in wissenschaftlichen BÃ¤nden (entsprechender Verlage) publiziert oder auf (von anerkannten Institutionen veranstalteten) Tagungen und Konferenzen vorgetragen wurde. Hier ist klar: Wissenschaftler kommunizieren fÃ¼r und mit Wissenschaftler(n) auf dafÃ¼r akkreditierten und damit seriÃ¶sen Wegen.</p>
<p>Schwieriger ist da sicherlich die Abgrenzug einer internen Wissenschaftskommunikation im <strong>weiteren Sinne</strong>. Man kÃ¶nnte die weite Fassung des Begriffs so verstehen, dass durch sie die Kommunikation zwischen Wissenschaftlern Ã¼ber wissenschaftliche Themen bezeichnet wird, ohne die formalen QualitÃ¤tskriterien der internen Wissenschaftskommunikation im engeren Sinne. Bildlich gesprochen also das GesprÃ¤ch zwischen Wissenschaftlern am Tagungsbuffet oder die Unterhaltung im Rahmen irgendwelcher formloser ZusammenkÃ¼nfte von Wissenschaftlern (Stichwork: Kommunikation in TeekÃ¼chen und Fluren).</p>
<p><center><strong>Wissenschaftskommunikaton im digitalen Raum unter Einbeziehung der Ã–ffentlichkeit</strong></center></p>
<p>Diese Definition lÃ¤sst sich zwar auch in den digitalen Raum (z.B. in Form von Foren, Wikis oder Mailinglisten) Ã¼bertragen, wird dort aber schnell unscharf. Sobald mindestens der Lesezugriff auf eine solche Onlinekommunikation auch von auÃŸerhalb einer geschlossenen Forschergruppe mÃ¶glich ist, werden bereits die Grenzen zum Wissenschaftsjournalismus berÃ¼hrt. Denn wenn zumindest die Gruppe der Rezipienten potentiell aus der gesamten WeltÃ¶ffentlichkeit besteht, kann man wohl kaum von interner Kommunikation sprechen. Wenn in Weblogs auch noch der RÃ¼ckkanal in Form von Kommentaren und Verlinkungen geÃ¶ffnet wird, mÃ¼sste man eigentlich von interner Wissenschaftskommunikation unter Einbeziehung der Ã–ffentlichkeit (und damit auch von Laien) sprechen.<strong></strong></p>
<p><center><strong>Interne Wissenschaftskommunikation in Weblogs</strong></center></p>
<p>Man kÃ¶nnte in diese Richtung weiter argumentieren und Ã¶ffentlich zugÃ¤ngliche Blogs explizit aus den Kommunikationswegen (echter) interner Wissenschaftskommunikation (sowohl im engeren als auch im weiteren Sinne) ausnehmen. Andererseits wÃ¤re es sicher falsch, Diskussionen in einschlÃ¤gigen Blogs als fÃ¼r die Wissenschaft irrelevant abzutun. Wenn Fachleute in einem Weblog zu bestimmten Themen diskutieren, kann man das wohl kaum als per se unwissenschaftlich abtun. Auch dann nicht, wenn dies unter den Augen der Ã–ffentlichkeit geschieht und auch Laien an der Diskussion teilnehmen (zumindest sofern auch von den schreibenden Laien ein gewisses Niveau erreicht wird).<strong></strong></p>
<p><center><strong>GÃ¼tesiegel fÃ¼r seriÃ¶se wissenschaftliche Blog-Kommunikation?</strong></p>
<p>Wissenschaftler kommunizieren in Blogs im Ã¶ffentlichen Raum zu Themen des eigenen Fachgebietes und beanspruchen in der Regel auch als Experte anerkannt zu werden.<br />
Aber wodurch kann sichergestellt werden, dass die gefÃ¼hrte Diskussion wissenschaftlichen Standards genÃ¼gt? In der klassischen wissenschaftlichen Kommunikation in FachblÃ¤ttern und auf Konferenzen werden die Diskussionsteilnehmer durch Peer-Review bzw. andere, bereits anerkannte, Wissenschaflter als seriÃ¶s akkredetiert. Die Fachwelt verleiht ihren Mitgliedern durch Einladung auf Tagungen und Peer-Review Publikationen gewissermaÃŸen das GÃ¼tesigel â€žechter Wissenschaftlerâ€œ.</p>
<p>Es bleibt die Frage, ob ein Ã¤hnlicher Akkreditierungsmechanismus auch in der Blogwelt gilt oder notwendig ist. MÃ¶glicherweise sind neue Dienste wie <a href="http://researchblogging.org/" target="_blank">researchblogging.org</a> in diese Richtung vielversprechend. Dort kann man Postings verÃ¶ffentlichen (und sie mit einem entsprechenden GÃ¼tesiegel versehen), die sich mit Peer-Review Publikationen befassen.</p>
<p>Ich habe zur Zeit den Eindruck (und bitte um Korrektur, falls ich mich irre), dass die wissenschaftliche Bloggerszene daran krankt, nicht die im althergebrachten System vorhandenen QualitÃ¤tssicherungsmaÃŸnahmen bereitstellen zu kÃ¶nnen und deswegen von vielen (Wissenschaftlern) mit teils erheblicher Skepsis betrachtet wird.<br />
Deswegen sind natÃ¼rlich nicht alle Bloginhalte per se unwissenschaftlich. Es fehlt nur die unabhÃ¤ngige und anerkannte Instanz, welche die Wissenschaftlichkeit offiziell bestÃ¤tigt.</p>
<p><center><strong>Offene Fragen</strong></center></p>
<p>Es wÃ¤re sicherlich vermessen zu behaupten, dass in Blogs stattfindende Kommunikation Ã¼ber wissenschaftliche Themen, Ergebnisse und Fragestellungen keinen Einfluss auf die Forschungsarbeit der beteiligten Blogger und Rezipienten haben kÃ¶nnen. Jedoch gilt es, dies genauer zu untersuchen um festzustellen welche Bedeutung in Blogs gefÃ¼hrte Kommunikation tatsÃ¤chlich auf den wissenschaftlichen Fortschritt hat.</p>
<p>Hinsichtlich der hier versuchten Unterscheidung ist auch zu fragen: Findet interne Wissenschaftskommunikation im engeren oder weiteren Sinne Ã¼ber Blogs zur Zeit statt und ist sie Ã¼berhaupt prinzipiell mÃ¶glich? Was sind die vollstÃ¤ndigen Kriterien fÃ¼r Wissenschaftskommunikation im engeren und weiteren Sinne und wie ist letztere vom (Web2.0 bedingten Jedermann-) Wissenschaftsjournalismus abzugrenzen?</p>
<p>Interne Wissenschaftskommunikation in Blogs findet offensichtlich nur statt, wenn Sender (Blogger) und EmpfÃ¤nger (Zielgruppe) dem Kreis der anerkannten Wissenschaftler angehÃ¶ren UND die im Blog dargestellten und diskutierten Inhalte in Bezug zur fachlichen Kompetenz des Bloggers und der Mitdiskutanten stehen und somit dem wissenschaftlichen Standard der jeweiligen Disziplin voll und ganz entsprechen. Diese Bedingungen sind in Ã¶ffentlichen Weblogs jedoch kaum erfÃ¼llbar und man kÃ¶nnte geneigt sein, die Idee einer definitorischen Abgrenzung von wissenschaftsinterner Kommunikation von der (gesamtgesellschaftlichen und auch in Blogs gefÃ¼hrten) Diskussion Ã¼ber wissenschaftliche Themen Ã¼ber Bord zu werfen und sie fÃ¼r sinnlos zu erklÃ¤ren. Doch kann sich die Forschungsgemeinde dies leisten ohne eine VerwÃ¤sserung von Wissenschaft in Kauf nehmen zu mÃ¼ssen? Oder ist es vielmehr anders herum, dass die MÃ¶glichkeit Forschungsfragen mit einer potenziell riesigen Menge interessierter Menschen zu fÃ¼hren, eine Bereicherung fÃ¼r den wissenschaftlichen Fortschritt darstellt?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://schmirblog.info/?feed=rss2&amp;p=23</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
